Durch den Traum

Wie grau es ist...
Wie leicht alles plötzlich außerhalb von mir ist, wie die Panik gegenüber der Facharbeit zum Beispiel einem relativ sicheren Gefühl weicht, wie der Gedanke an die Zukunft mich grade nicht umbedingt unsicher macht. Wie ich theoretisch mal wieder entspannt sein sollte.
Und wie schwer das Loch in mir ist, das schwarze Loch in meinem Bauch, dass meinen Körper nach unten zieht und ihn durch seltsame graue Räume mit unbestimmt vielen grotesken Dimensionen zerrt, wie ein wüster, surrealer Tagtraum, den man neben dem eigentlichen Tag nur so halb mitbekommt.

Ich weiß nicht...
Je leichter die Welt wird, desto schwerer und seltsamer wiegt der Traum und desto mehr weckt Traum wieder Sehnsucht nach mehr "Leben".

Ich weiß nicht...
Ich habe Lust, zu schreien.
Gestern habe ich die Nacht angeschrien und den Asphalt und die Laternen und die Bäume und die Wiesen und den ganzen Traum, durch den mein Rad unsicher gesteuert ist.
Aber so halbherzig, ohne Mumm und Kraft. Was ein Befreiungsschrei werden sollte, klang wie ein Hilferuf.

...hinab...und noch und noch hinab...
...ins Labyrinth meiner heimlich wuchernden Leere...
...Den Ausweg zu weit im Herzen...
...Hinab in meine dichte...
...Leere...

...

Sie kommt mich holen
Auf leisen Sohlen
Ganz zahm - verstohlen

Ahnung

meiner Lüge


(Dornenreich - Durch den Traum)
5.1.07 17:04
 


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