Frühlingshimmel

Du bist weg, alles ist voll Nebel, unendlich langsam.

Nichts bleibt heute noch zu tun. Es ist 2007. Es fängt an, wie es geendet hat, nur sieht es etwas anders aus, wenn man nach vorne blickt, oder nach oben.
Der Himmel ist nackt, geschmolzen.
Nun bleibt offen, was damit zu tun ist. Der Wille, sich zu bewegen und herauszugehen aus dem Dunkel, dass über mir hängt, ist da.

Aber der Wille alleine reicht nicht.
Der neue Himmel will geformt werden, mit Leben gefüllt.
Ich weiß, dass es Geduld braucht. Aber ich weiß auch, dass ich es nicht alleine schaffen muss. Du bist da. Ich begreife manchmal nicht, was das bedeutet, aber gleichzeitig bin ich mir sicher, dass ich ohne nicht könnte.

Grade bin ich betrunken und müde und nichts ist von Bedeutung.
Nchts bleibt heute noch zu tun.

Es bleibt noch viel zu tun in diesem Jahr, viel liegt mal wieder vor uns, mein Schatz.
Unser Weg schlängelt sich weiter und wir gehen ihn immerfort und ohne zu zögern. Auf ein neues Jahr, auf eine neue Zeit!

Jetzt lege ich mich noch einmal hin.
Es bleibt viel zu tun in diesem Leben.
Aber nicht heute.
1.1.07 11:30


Da ist ein Licht.
Ich fühle mich nackt darin,
Kein Schatten bedeckt mich,
Kein Schleier liegt über mir.

Da weht ein Licht,
Ich fühle mich klein darin,
Die Wolken sind gemalt,
Ihr Atem ist schwer.

Da geht ein Licht
Durch warmen Nebel,
Keine Schwaden durchschaut,
Kein Gedanke klar.

Da ist ein Licht.
Ich fühle mich nackt darin,
Ich sehe dem Wind hinterher,
Er weht in mich.
Seele wirft Windschatten.
1.1.07 14:24


Aufgewacht

Gestern habe ich den ganzen verdammten Tag verpennt.Eigentlich wollte ich mich nur ein paar Stunden hinlegen,aber als ich aufgewacht bin war es halb 10,ich hab noch was gegessen und bin wieder ins Bett gefallen.Und hab bis gerade eben durchgeschlafen.
War wohl anstrengend,anscheinend.

Und heute ist es kalt und ich bin allein hier,nur mit dem Hund,der mich daran hindert,wegzugehn.
Aber ich fühle mich gut,ja,wirklich gut.Endlich wieder wach,ein bisschen hungrig,durstig,und ich habe Lust auf eine Zigarette.
Ich habe wieder Lust zu leben.
2.1.07 13:03


And the void would be calling...

Mal nen Moment Pause machen.
Den Vormittag unterwegs gewesen, Nachhilfe geben, Krankengymnastik, Papa von der Schule holen, grad ne Stunde für Die Rocky Horror Picture Show was gemacht und jetzt hör ich das unschöne Rufen meiner Facharbeit.

Naja, mal was zu tun, eigentlich, aber heut ist der falsche Tag. Ich bin mit Muskelentspannungstabletten zugedröhnt, seit gestern Abend, weil ich als ich wieder in Roth war nen bösen Migräneanfall wegen meines Genicks hatte und ausserdem liegt heute mal wieder ein seltsam grauer Schleier über dem Tag.
Noch weniger Motivaion als sonst schon und mein Kopf fühlt sich an als würde er sich verzerren und auseinander reißen und zwar sowohl äußerlich als auch innerlich.

Aber alle trüben sowie verträumten Gedanken müssen jetzt genauso vom Tisch wie Notenbuch, herausgeschriebene Akkorde und die Musik aus den Boxen.
Alles muss raus, Leere muss her, damit ich meine Arbeit voranbringe...hachja wenn ich einmal was selbst auf die Beine stellen muss, was nichts mit Musik zu tun hat, fühle ich mich schon wieder überfordert. Typisch.
Ich sollte da mal drauf klar kommen. Und weniger denken.
4.1.07 13:57


Endlich

Ja,endlich Wochenende.Endlich komme ich hier wieder raus,bin wieder Teil von allen,von euch,vom Leben,ja.
Es klingt immer so bescheuert wenn man das so sagt,aber es ist wirklich ätzend,immer nicht da sein zu können.
Obwohl ich gestern einen schönen Tag hatte.
Wir haben Leitungen verlegt in mein Zimmer fürs Internet,jetzt ist es wirklich abzusehen wann ich es endlich bekomme.
Dann war ich mit Christoph in Nürnberg einkaufen und abend DVD gucken.Mit einer Flasche Wein,die gerecht hat um uns beide völlig zu plätten.

Und heute komme ich hier raus,das freut mich jetzt schon,obwohl mir jetzt noch ein ekelhafter Tag Arbeit bevorsteht.Aber das macht nichts.
Immerhin darf ich dann heut abend wieder leben.
5.1.07 10:46


Durch den Traum

Wie grau es ist...
Wie leicht alles plötzlich außerhalb von mir ist, wie die Panik gegenüber der Facharbeit zum Beispiel einem relativ sicheren Gefühl weicht, wie der Gedanke an die Zukunft mich grade nicht umbedingt unsicher macht. Wie ich theoretisch mal wieder entspannt sein sollte.
Und wie schwer das Loch in mir ist, das schwarze Loch in meinem Bauch, dass meinen Körper nach unten zieht und ihn durch seltsame graue Räume mit unbestimmt vielen grotesken Dimensionen zerrt, wie ein wüster, surrealer Tagtraum, den man neben dem eigentlichen Tag nur so halb mitbekommt.

Ich weiß nicht...
Je leichter die Welt wird, desto schwerer und seltsamer wiegt der Traum und desto mehr weckt Traum wieder Sehnsucht nach mehr "Leben".

Ich weiß nicht...
Ich habe Lust, zu schreien.
Gestern habe ich die Nacht angeschrien und den Asphalt und die Laternen und die Bäume und die Wiesen und den ganzen Traum, durch den mein Rad unsicher gesteuert ist.
Aber so halbherzig, ohne Mumm und Kraft. Was ein Befreiungsschrei werden sollte, klang wie ein Hilferuf.

...hinab...und noch und noch hinab...
...ins Labyrinth meiner heimlich wuchernden Leere...
...Den Ausweg zu weit im Herzen...
...Hinab in meine dichte...
...Leere...

...

Sie kommt mich holen
Auf leisen Sohlen
Ganz zahm - verstohlen

Ahnung

meiner Lüge


(Dornenreich - Durch den Traum)
5.1.07 17:04


Treibholz

An wenig noch halte ich
Mit kalten Fingern mich fest.
Und lass ich, ließ ich los,
Ich fiel
Vage durch Raum,
Tief durch Zeit,
Aus dem Traum
In Ewigkeit.

Treibgut wär ich,
Sternenholz.
Schwebend sehnte
Mondesstolz,
Schöner ferner Schein.

Bis klamme Finger,
ohne Halt
Nach Küsten des Nichts
In Endlichkeit
blutig griffen.

Und nie strandete Ich,
Ließ ich los.
6.1.07 15:49


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