Tightrope

Tightrope

Spirits on the ceiling
And faces on the screen
You don’t know where to stare
And do you even care?

Lights are in black boxes
Screaming for their time
Still they make your ears go blind
Would you ever mind?

There’s a tightrope in the air tonight (tightrope, cutaway)
All unseen among the golden lights (unseen, gone astray)
Outside the window, of some other kind (outside, we go)
You seem to tip it down, don’t know, never mind (down, down, don’t know)

The air is getting thinner
And the voices are so far
Speakers say it’s not too late,
Are they up to date?

Sand falls out your pockets
And where goes all your time?
It stays right in your darkened room
Will never share your doom.

There’s a tightrope in the air tonight (tightrope, cutaway)
All unseen among the golden lights (unseen, gone astray)
Outside the window, of some other kind (outside, we go)
You seem to tip it down, don’t know, never mind (down, down, don’t know)


Unstable new life in your fingers
As you cling to the nights unborn rope
That hangs so silently in your head
That swifts so softly through your head.

Far from the artificial nightmares
We cling onto the very last moment
With bleeding, aching palms,
With bleeding, burning palms.
Moritz am 11.4.07 15:58


Dead End

Ein typischer After- Party Tag ist das heute.
Da kommt man aus dem Retroflash- Schieben gar nicht mehr raus.

Müde, muffig, ein wenig Kopfweh, ein etwas flauer Magen, kein allzu großer Antrieb, keine allzu treibende Hast...aus den Boxen kommt depressive Musik, die Sonne scheint durch das Fenster auf den Schreibtisch, auf die Zettel, die leeren Flaschen, die Bürste, den Saitenschneider, Stifte, Plectren. Alles schon mal so ähnlich vor meinen Augen gewesen, ähnlich genug als dass ich eine Szene die ein oder zwei Jahre alt ist nicht vom Jetzt unterscheiden könnte. Es wiederholt sich, alles. Je öfter man die Kreise von Dingen, die immer wieder passieren, durchläuft, desto belangloser scheinen sie zu werden. Es dreht sich alles ins Belanglose, Träge zur Zeit, es ist wie ein Strudel.

Vielleicht ist das unser Problem grade. Alles ist so grau und angestaubt und die Dinge, die es nicht sind, werden es wenn sie von staubbedeckten, lethargischen Händen angefasst werden.
Ich habs dir gestern Abend schon erzählt...wenn ich in den Himmel schaue, dann ist mein Blick unruhiger als früher, ich beginne die Sterne in einem großen Raum zu sehen, nicht mehr wie ein schwarzes Tuch auf dem tausend kleine Goldsonnen ihren Sternenstaub hinterlassen haben. Als würde ich das alles pragmatischer sehen, dumpfer...erwachsener vielleicht. Ich bin auch weniger kreaitv zur Zeit, schreibe wenig. Tue mehr, denke weniger. Ich fühl mich dabei nicht wohl, weil etwas fehlt, weil ich weiß dass es Zeiten gegeben hat in denen weniger schwarze Löcher in meinem Kopf waren. Vielleicht machen diese Löcher einen stark. In Blindheit steckt viel Stärke für einen Selbst. Aber wer oder was ist das dann? Ich bin es nicht. Ich will wieder zurück, Janna, sonst werde ich noch langweilig und stumpf und dann bin ich gestorben dann ist alles tot für was ich zu stehen versuche. Und ich hätte dich verloren, weil es uns und das was wir haben nur gibt weil wir so sind wie wir sind.

Nein. Keinen Schritt weiter. Zurück ist die einzige Richtung, die es noch gibt, ansonsten bleibt nur sich in einer Sackgasse zu drehen, in einer Welt, die sich sowieso schon immer so sinnlos dreht und wendet. Es gibt ein Stück hinter uns auch andre dunkle Gassen, die wir nehmen können, durch die wir uns den Weg zusammen suchen können...
Moritz am 11.4.07 15:57


Mondfinsternis

Kupfern Silber streift mein Auge,
Ich spür es feucht zwischen den Lidern.
Tropft Purpurmilch und Sonnenstaub
Zu einem Kopfesrinnsal ab.

Der schmale Strom aus blassem Licht
Spiegelt seinesgleichen wider
Und wirft zurück die Fragen die
Schwerelos am Himmel drohn.

Unendlich schwer der blutig Schein
Des kleinen, wahngeplagten Fels.
Sein namenloser Schrei dröhnt rot
Und hallt zwischen den Kratern.

Als lugten Schwalle grellen Blutes
Aus tiefschwarzen Klüften vor,
Wie ein Geheimnis aus Gestein
Hier rinnt nur Wahrheit Kerben.

Nun mit tosend Donnerschlagen
Reißt Etwas Schatten in das Gold,
Wie eine Frage deren Antwort
Sich schon lange selbst verlor.
Moritz am 5.3.07 14:52


Katz und Maus

Mein Lieblingsspiel ist Katz' und Maus,
mit großer List tricks ich dich aus.
Ich winke dir, du kommst ein Stück,
das trete ich dann brav zurück.

Gern lass ich mich von dir jagen,
von der Sicherheit mich tragen.
Ich bin zu schnell, du kriegst mich nicht,
siehst zu schlecht aus Jägersicht.
Janna am 1.3.07 18:09


Doomed

Es ist kein schöner Gedanke, dass dein Geist ähnlich erschlagen ist wie es mein Körper heute ist.
Der Körper erholt sich schneller. Die Ohren werden das Fiepen los, die Knochen strecken sich wieder und lockern auf, der Kopf hebt sich wieder und stellt das Brummen ein, die Augen gehen wieder leichter auf und die Müdigkeit geht mit Essen und Trinken und Sauerstoff auch irgendwann weg.

Den Fehler, meine Ohrenstöpsel zu vergessen, werde ich hoffentlich trotzdem nicht wieder begehen. Ich bekomme da panische Angst um mein wertvollstes Sinnesorgan...

Aber das geht nicht so schnell kaputt. Das Fiepen wird im Laufe des Tages ein dezentes Fade- Out hinlegen, denk ich doch mal...
Das Quietschige Gefiepe in deinem Herzen scheint da hartnäckiger zu sein...Es ist doch irgendwie pervers, wie ein Mensch einen anderen aus der Bahn werfen kann durch seine bloße Anwesenheit. Menschen sind seltsame Geschöpfe. Und es gibt so wenig, was man dagegen tun kann.
Gegen die Schatten. So abstrakt, an die Schatten zu denken, während die Sonne das Zimmer grell durchleuchtet und man ganz andere Dinge von sich selbst aus wahrnimmt. Wenn die nahe Vergangenheit ein Erlebnis war und das Nachspiel eine schmerzhafte, ängstliche Müdigkeit. Aber der Mensch kann eben über sich selbst hinausdenken und sich aus sich selbst herausdenken und vielleicht würden sich Tiere grade deswegen denken dass wir ziemlich blöde sind, alles in allem.

Ich wünschte mal wieder so sehr, ich könnte dir mehr helfen, könnte dir wirklich helfen...
Moritz am 17.2.07 12:01


Nacht

Das ist ein sehr schönes Gedicht, Moritz... Das ist wirklich sehr schön.

Heute Abend war ganz nett, zumindest zu Anfang. Es waren ja wirklich nur Michi und ich, wir saßen im Stud und haben geratscht. Mir ist aufgefallen, dass es vielleicht wirklich das Erste Mal seit einem Jahr war, dass ich so mit ihm rede.
Dann sind wir ins Utopia, was am Anfang auch noch lustig war. Dann... ich habe meinen Augen nicht getraut, kommen Madden und Andi durch die Tür - mit Max im Schlepptau. Ab dem Punkt war der Abend für mich gelaufen. Als dann noch der Koch mit Dorle kam (hallo *klimper*) wars endgültig vorbei.
Er hat hallo gesagt, mich keines Blickes gewürdigt, kein Wort gesprochen. Das ist also ein "normales"Verhältnis. Fick dich.
Es war furchtbar, ich war so froh als es endlich so weit war, dass ich gehen konnte.
Ich hasse es so sehr, Moritz. Ich hasse es, ich hasse es, ich hasse es, ich hasse es, ich hasse es, ich hasse es, ich hasse es.
Und ich bin völlig nüchtern und will am Liebsten bis zur Besinnungslosigkeit trinken und im Krankenhaus aufwachen und den Magen ausgepumpt bekommen haben, ich will schrein und um mich schlagen und mich selbst und ich will weinen und heulen und zetern und lamentieren,
aber statt dessen hock ich still und mit vor Müdigkeit tränenden Augen vor dem PC und kann garnichts mehr.
Ich will dass das endlich aufhört, ich will dass es endlich vorbei ist - aber wie, aber wie, wenn er so...gleichgültig ist?

Ich kann nicht mehr, Moe...Ich kann nicht mehr.
Janna am 17.2.07 00:07


Winterregen kann nicht schneien,
Will nicht
Wüsste nicht
Warum auch grade heut?

Sehnend tanzt er tausendfach,
Seinetwegen
Soll er doch
Sogar bis morgen schreien.

Mehr noch als er Tanz und nass –
Meinetwegen
Mag es ja
Manchmal tote Kälte sein.

Frei von Eis tau’n Himmel auf,
Farbe nun
Fragt mich gar
Für immer nach der Wahrheit
Fern Morgen.
Moritz am 15.2.07 16:00


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